Reisen der BABUSCHKA
Südkorea
19.1. bis 19.2.2010
Die Babuschka im traditionellen Kleid, dem Hanbok. width=Der Besuch der „BABUSCHKA“, Barbara Scheel, in Korea in Sachen „Therapeutisches Puppenspiel“ war anstrengend, aber sehr interessant und erfolgreich. Immer wieder wurde sie zum Wiederkommen aufgefordert. Ihre Vorträge und kurzen Aufführungen für behinderte Kinder und Erwachsene waren eine kleine Sensation, denn in Korea werden geistig Behinderte zwar gut betreut, aber dass sie nach einer Theateraufführung selbst anfangen, mit den Figuren spielen, war neu und sehr beeindruckend für alle.
 

Winter-Musik-Camp in Gajong-ri 
Das Musik-Camp mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen war eine wichtige und wunderbare Erfahrung, denn dort wurde den ganzen Tag gelehrt und gelernt und musiziert und diskutiert. So konnte Barbara Scheel erleben, wie Seminare in Korea gehalten werden und die Studenten lernen. Dass es dabei zwischen Europa und Korea große Unterschiede gibt, hat sie mit großem Interesse zur Kenntnis genommen und wird diese Erfahrung bei ihrer Lehrtätigkeit in Korea anwenden können.
 
Der Vortrag über „Traum, Fantasie und Imagination“ wurde begeistert aufgenommen, zumal sie ihn mit dem Thema „Musik“ zu verbinden wusste. (Dieser Vortrag kann per Mail angefordert werden: babuschka-theater@web.de )
 

Goethe-Institut in Seoul
Wichtige Informationen zum Lernen und Lehren in Korea bekam Barbara Scheel zusätzlich vom Goethe-Institut in Seoul, wo sich 3 koreanische Deutschlehrer einen Nachmittag lang geduldig ihren Fragen stellten und darüber mit ihr diskutierten, wie man am besten vorgeht, wenn man als Europäer in Südkorea lehren soll.
 
 
Ai Kwang Won auf der Insel Geoje
Behindertenzentrum 'Ai Kwang Won' Ai Kwang Won ist ein großes Behinderten-Zentrum, im dem rund 240 geistig und schwer mehrfach Behinderte betreut werden. Viele von ihnen wurden von ihren Eltern ausgesetzt und sind so in das Zentrum gelangt. Die wunderschöne, sehr gepflegte Wohnanlage mit Gärtnerei, kleinem Bauernhof, einer Schule und vielen Mehrzweckräumen wurde kurz nach dem Koreakrieg gegründet. Seit 20 Jahren unterstützt die Fröbelschule in Schorndorf dieses Zentrum und sorgt u.a. für Fortbildungsmöglichkeiten, die sonst in Korea nicht angeboten werden.
 
Die „BABUSCHKA“ hat in diesem Zentrum für die Behinderten einige Szenen aus „Mein Ball wird ein Löwe“ gespielt und Vorträge für die Betreuer gehalten. Für Oktober 2010 ist sie zu einer längeren Fortbildungsveranstaltung eingeladen worden, um Betreuern das Spiel mit einfachsten Puppen für ihre Behinderten beizubringen. Schulungen im therapeutischen Puppenspiel in der Arbeit mit Behinderten sollen später folgen. Auch Erzieherinnen im benachbarten Jangseungpo haben Interesse angemeldet.
 

Rehabilitationszentrum in Chuncheon
Die Stadt Chuncheon betreibt für Kinder und Jugendliche, die therapeutisch betreut werden müssen, ein großes, modern ausgestattetes Betreuungszentrum. Therapeuten aus unterschiedlichen Bereichen, also sowohl Physio- als auch Psychotherapeuten, arbeiten hier. Es gibt viele Möglichkeiten, z.B. in einem Orchester zu musizieren, regelmäßig Ping-Pong zu spielen, Beratungen und Hilfe zu erbitten, oder verschiedene therapeutische Betreuung erfahren zu können.
Die Therapeuten aus diesem Zentrum werden an der Fortbildung, die Barbara Scheel im August 2010 in Chuncheon anbietet, teilnehmen.
 

Betreuungszentrum für Waisenkinder und Kinder aus zerrütteten Familien in Seoul
Waisenhaus in Seoul In diesem Zentrum leben 55 Kinder mit ihren Betreuern. Die Eltern der Kinder sind entweder gestorben oder nicht in der Lage, ihre Kinder zu erziehen. Zwei Drittel der Kinder sind Jungen. In den nach Geschlechtern getrennten Wohngruppen wird versucht, die Kinder an ein normales, selbstverantwortliches Leben heranzuführen. Therapeutische Betreuung und zusätzlicher Unterricht, gemeinsame Ausflüge und eine Bibliothek stehen zur Verfügung. Allerdings sind die Wohnverhältnisse sehr beengt, so dass in einem relativ kleinen Zimmer bis zu 4 Kinder oder Jugendliche wohnen und schlafen müssen.
Die Therapeuten dieses Zentrums werden an der Fortbildung in Chuncheon im Sommer ebenfalls teilnehmen.
 

Dank
Ich danke besonders dem Generaldirektor des Puppentheaters in Chuncheon, Herrn JoonTaek Kang, dafür, dass er diesen Aufenthalt koordiniert hat und mir tiefe und wichtige Einblicke in die koreanische Kultur ermöglichte. Ohne ihn wäre ich ziemlich verloren gewesen.
Für die Anregung, mir das Zentrum in Ai Kwang Won anzusehen, und für die Hilfe bei der Kontaktaufnahme, danke ich ganz herzlich Frau Wul Soung Kruse in Wüstenrot, die mir gute und nützliche Ratschläge gegeben hat und mir helfen wird, die Geschichten für das Puppenspiel für die Behinderten zu übersetzen.
  

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